Wir haben gelernt die Körpersprache zu interpretieren, d.h. wir wissen, dass unsere Gedanken maßgeblichen Einfluss auf unsere Gestik und Bewegung haben. Die Auswirkung unserer Gefühle und unserer Gedanken auf unsere Körperhaltung erscheint uns selbstverständlich. Auch haben wir gelernt, dass wir über eine gerade Körperhaltung unser Denken positiv beeinflussen können. Ebenso wenig überraschend sollte es für uns sein, dass chiropraktische Justierungen einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

Genau dort setzen die neueren Entwicklungen der amerikanischen Chiropraktik an. Die amerikanische Chiropraktik ist mehr als nur eine Methode zur Justierung subluxierter Wirbel oder Gelenke.

Neuere Forschungen gehen davon aus, dass das Gehirn immer als Ursache einer Störung beteiligt ist. Insbesondere der präfrontale Cortex scheint hier eine besondere Rolle zu spielen.

Zum einen können ungleiche Entwicklungen der rechten und linken Gehirnhälfte Auslöser für Subluxationen sein (siehe Haavik), zum anderen scheinen Asymmetrien des des präfrontalen Cortex eine Ursache für psychologische Störungen – insbesondere bei Kindern – zu sein (siehe Melillo: Disconnected Kids)

Die Wirbelsäule kann also Eingangstor für die Behandlung solcher Probleme sein. Das betrifft körperliche, in zunehmendem Maße aber auch neurologische Störungen. Insbesondere seien hier erwähnt ADS, ADHS, Asperger Syndrom, Autismus und weitere (siehe: Neurobehavioral Disorders of Childhood von Robert Melillo und Gerry Leismann). Es gibt hier eine Überlappung geistiger und motorischer Symptome, wofür die gleichen Gehirnstrukturen ursächlich zu sein scheinen.

Der Anteil der Kinder mit den oben angegebenen neurologischen Störungen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen und die amerikanische Chiropraktik scheint eine erfolgversprechende Möglichkeit zu sein hier zu helfen.

Ein primäres Problem scheint hierbei die ungleichmäßige Entwicklung beider Gehirnhälften zu sein, d.h. die Kohärenz bei der Gehirnhälften scheint gestört und führt zu einer teilweisen funktionellen Unabhängigkeit beider Gehirnhälften. Meistens liegt dieses an einer zeitlich verzögerten Entwicklung der rechten Gehirnhälfte, insbesondere des Frontallappens

Eine verminderte thalamo-cortikale Stimulation scheint hier die Hauptursache zu sein. Die indirekte Stimulation über chiropraktische Impulse an der Wirbelsäule scheint hier ein sehr vielversprechender Ansatz zu sein.

Das die amerikanische Chiropraktik positive Ergebnisse erzielt scheint bewiesen (siehe: Forschungen von Heidi Haavik). Nun sollen neuere Studien belegen, das die amerikanische Chiropraktik auch nachhaltigen positiven Einfluss auf die Entwicklung des präfrontalen Cortex nehmen kann.

Somit hätten wir einen Ansatz körperliche und psychische Probleme mit dem gleichen Repertoire an Maßnahmen behandeln zu können.